Vertriebspartner-Kommunikationsplattform:
Die Endverkaufsmeldungen optimieren

Die Problemstellung: Die Vertriebspartner-Kommunikationsplattform unseres Kunden aus der Landmaschinen-Branche war bisher auf die Endverkaufsmeldung (Endkunde erhält Produkt vom Vertriebspartner ausgehändigt) großer Landmaschinen wie Traktoren und Mähdreschern ausgelegt. Neben den Endkunden-Daten müssen bei diesem Prozess noch weitere Details wie Art der Nutzung und Garantie beeinflussende Informationen angegeben werden. Dieser Vorgang ist zeitaufwändig und damit zu komplex für kleinere Produkte wie Rasenmäher, die in großen Stückzahlen und überwiegend an vorher unbekannte Privatkunden verkauft werden. Aufgrund dieser hohen Absatzzahlen, des geringen Verkaufspreises und der benannten Komplexität waren die Vertriebspartner bisher nicht bereit, die Endverkaufsmeldungen - wie vom Hersteller gefordert - vorzunehmen.

Wie nimmt man die Komplexität aus der Endverkaufsmeldung? 

Für den Hersteller sind diese Endverkaufsmeldungen aber von großer Wichtigkeit, um Rückschlüsse auf die Lagerbestände der Vertriebspartner zu ziehen. Dadurch kann beispielsweise die Warennachschubplanung gezielter und automatisiert durchgeführt werden. Darüber hinaus sind die Angaben über den Käufer und den Einsatzort des Produkts wichtige Informationen sowohl aus Marketing-, Produkt-Support- und Produkt-Lifecycle-Management-Sicht. Eine innovative Lösung ist hier gefordert, um den Anforderungen beider Seiten gerecht zu werden: Dem Hersteller die Informationen, die er benötigt, zu liefern und dem Vertriebspartner einen schnellen und massentauglichen Prozess an die Hand zu geben, den er am Ende auch nutzt.

Ein schneller und massentauglicher Prozess ist gefragt.

Die Vorgehensweise: Der Erfolg der Vertriebspartner-Kommunikationsplattform ist nicht nur abhängig von der Bereitschaft der Händler, die Software zu nutzen, sondern auch davon, die Endverkaufsmeldungen so einfach und effizient zu gestalten wie irgend möglich. Deshalb wurden die späteren Systemnutzer frühzeitig und kontinuierlich in Form von Fokusgruppen und Usability Tests in die Entwicklung eingebunden. Das Layout der Software wurde nach einem User Interface Workshop so gestaltet, dass es sowohl die Nutzergewohnheiten bisheriger IT-Lösungen des Unternehmens als auch die Internetgewohnheiten der Nutzer berücksichtigt. Ein besonderer Fokus lag auf einer intuitiven und leicht erlernbaren Benutzerführung, die es auch nicht computeraffinen Erstnutzern ermöglicht, sich umgehend zurechtzufinden. Da Produkte im System bisher nur über eine exakte Eingabe der Seriennummer gefunden wurden, wurde eine intelligente Suche implementiert.

Nutzergewohnheiten von Unternehmenssoftware und Internetanwendungen wurden berücksichtigt.

Bei der Anforderungsanalyse wurden in gezielten Gesprächen mit den Stakeholdern aus verschiedenen Abteilungen Schlüsselfragen geklärt. Beispielsweise: Aus welchen Teilen besteht die Übergabemeldung und welche können effizienter gestaltet werden? Für welche Händlertypen sollen welche Vereinfachungen bereitgestellt werden? Bei welchen Produkttypen lässt sich die Eingabe der Daten leichter gestalten?

Parallel zu den Entwicklungsschritten laufen Vor-Ort-Tests und Befragungen bei den Händlern.

Eingesetzte Entwicklungsmethodiken: Analyse anhand von Prototyping, Fokusgruppen, Stakeholder Interviews, iterative Entwicklung durch agile Methodiken. Backlog-Erstellung: Entwicklung in Sprints, lauffähige Version am Ende jedes Sprints, Usability Test, interne Tests beim Kunden mit Think-Aloud-Methodik und Vor-Ort-Test bei den Händlern zwischen Sprint 1 und Sprint 2.

Eingesetzte Technologien: J2EE, Spring-MVC, JPA, XSLT, JQuery, Atmosphere.